Mein Rumänien in Wien

Das Rumänien das in den Zeitungen beschrieben wird, ist nicht das Rumänien das ich kenne. Rumänien ist nicht nur: ein Volk von Dieben, Bettlern, Kriminellen. Und hier bin ich nicht die einzige, die so denkt. Serben, Polen, Albanier, Türken usw, viele sind nur von dieser Seite gezeigt. Damit will ich einen Schluss ziehen. Ich bin tagtäglich umgeben von tollen inspirierenden Menschen mit Migrationshintergund.

Und obwohl jeder zweiter Wiener einen Migrationshintergrund hat, wird leider die Gesellschaft mehr und mehr intolerant. Und das ist weil das Negative öfter erläutert wird und dadurch Angst verbreitet wird. Ich habe lange gehofft, dass irgendwann die Politik etwas für das positive Image der Migration unternehmen wird aber je länger ich auf mein Po-Po sitze und warte, desto länger merke ich, dass es nicht passieren wird. Ich sehe wie Hr. Strache seine Partei zu Gunsten unseres falsch verbreiteten Image an Macht gewinnt, ich sehe zu wie die Gesellschaft diesem Mensch mehr und mehr zuneigt und denke mir „was um Gottes Willen geschieht hier?“

“Als Migrantin darfst du auf Bundes- und Nationalebene nicht wählen.”

Obwohl ich seit 11 Jahren hier lebe, Österreich weigert sich mir das Recht zu wählen zu geben. Ich muss vorerst meine Staatsbürgerschaft abgeben. Aber das will ich nicht. Ich bin wahrscheinlich eine bessere Österreicherin als der liebe Hr. Strache, aber trotzdem, darf ich weiter auf meinen Po-Po sitzen und zusehen wie er an Stimmen auf unsere Kosten gewinnt. Ich bin kein Fan von Politik. Und will hier auch keine Politik machen.

“Du darfst aber auf Bezirksebene wählen.”

Viele trösten mich irgendwie damit, dass ich auf Bezirksebene schon wählen darf. Das ist aber kein Trost. Es ist eher eine Beleidigung. Wieso? Denk kurz mal nach: Mein Arbeitsplatz ist nicht wo ich wohne. Ich bin ständig in Wien unterwegs und mache meine Geschäfte in Wien. Zuhause bin ich am Abend. Ich kenne nicht die Politiker meines Bezirks. Ich kenne die der Stadt Wien allgemein. Ich möchte für den Bürgermeister wählen dürfen, nicht für eine/n BezirksvorsteherIn, von der/m ich nie im Leben gehört habe. Ich zahle meine Steuer in Österreich, in Wien, nicht in meinem Bezirk. Daher finde ich, dass ich manchmal für dumm gehalten werde, weil mir dieses Recht nur Teilweise gegeben wird. Es ist als ob sie mir ein Zuckerl vor der Nase halten wollen um mich angesprochen zu fühlen und weiter auf meinen Po-Po zu weilen.

Mein Rumänien, das ich kenne, beinhaltet wertvolle Menschen mit tollen Geschäftsideen, es sind Menschen die sich mit ihren Ideen engagieren die Welt ein Stück besser zu machen. So sind es viele in den Impact Hub Vienna, eine Startup Community und ein Co-Working Space von vielfältigen Menschen wo nicht die Herkunft sondern die Ergebnisse und Erfolge zählen. Willst du tolle Beispiele von Rumänen kennen? Dann bist du herzlich eingeladen dich mit uns zu vernetzen. Hinweis an  Heute Zeitung, Krone Zeitung und Österreich.

Wir müssen endlich den Menschen bewusst machen, dass Migration nicht mehr ein Phänomen ist, sonder lange schon einen Lifestyle geworden ist. Migration ist Potential, Innovation, Wettbewerb, Migration ist eine Bereicherung.

Aber so lange nur eine Seite der Münze vermittelt wird, werden wir MigrantInnen nie richtig akzeptiert. Und ob die Boulevardzeitung es zugeben wollen oder nicht, diese sind starke Meinungsbildner.  In meinem nächsten Blog, werde ich euch über meinen Kampf mit der HeuteZeitung erzählen und was ihre Einstellung zu meiner Recherche über ihre Art der Berichterstattung war. Ich verspreche euch, es wird Euch nicht langweilen.

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